
(c) Heimatkundlicher Arbeitskreis Buseck e. V.
Kurzinfo
Die heutige Gemeindeverwaltung Buseck residiert seit 1981 in einem neugotischen Schloss, dessen Vorgängerbau bereits im Jahr 1458 erwähnt wurde.
Der Ursprung des Schlosses liegt in einem Bergfried/Wohnturm mit Wassergraben. Dieser Wohnturm, wie auch der des Perchs, lag außerhalb des Dorfes Großen-Buseck. Vermutlich dienten beide Burgen auch der Verteidigung. Das älteste noch erhaltene Zeugnis dieses frühen Baues ist der wiederverwendete Wappenstein über dem Eingang zur Traukapelle. 1Er zeigt einen Ritter mit dem Wappen der Familie v. Trohe und datiert ins 1. Drittel des 14. Jahrhunderts.
Urkundlich ist unser Schloss als Burg erstmals im Jahr 1458 erwähnt. 2HStAD A 5 Nr. 423/8 Der Inhalt dieses Lehnsbriefes lässt eine Verbindung zu einem Lehnsbrief von 1332 3HStAD B 14 Nr. 311, war HStAD A 3 Nr. 199/1 vermuten. Dieser erwähnt zwar nicht unsere „Burg“, doch den Körnberg, der 1458 ebenfalls mitbelehnt wird. Die frühen Besitzer waren Mitglieder der Familie v. Trohe – passend zum Wappenstein über dem Trauraum. Vererbung des Besitzes an Töchter und Verkäufe brachte weitere Familiennamen in Verbindung zum Schloss. Davon zeugt ein Wappenstein über der Durchfahrt in den Schlosshof – auf seiten des Innenhofes. Der Stein zeigt das Allianzwappen der Eheleute Gottlieb v. Nordeck zur Rabenau und Caroline v. Minnigerode. Das bereits bekannte Kleeblattwappen des Troher Wappensteins steht hier für die Familie v. Nordeck zur Rabenau. Das Kleeblattwappen – jeweils in anderer Tingierung4Farbgebung der Kleeblätter und ihres Untergrundes. Bei der Familie v. Trohe waren die Kleeblätter silberfarben auf schwarzem Untergrund. Bei der Familie von Nordeck zur Rabenau genau umgekehrt, schwarze Kleeblätter auf silbernem Untergrund. Ohne rhaltene Farbreste auf den Steinen lässt sich dies heute nicht überall rstlos unterscheiden. – findet sich bei mehreren Familien unseres Raumes. Das Allianzwappen zeigt über den beiden Wappen die Jahreszahl 1755. Aus Akten ist bekannt, dass in dieser Zeit ein umfangreicher Umbau des Schlosses stattfand.
Sein heutiges Aussehen erhielt das Schloss in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.
In den 1970er Jahren suchte die letzten adlige Eigentümerin Evamaria „gen. Maja“ Müller-Molner geb. Freiin v. Nordeck zur Rabenau Käufer für das Anwesen. Noch vor Entstehung der Großgemeinde Buseck erwarb die Gemeinde Großen-Buseck Schloss und Park. Seid einer umfassenden Renovierung wird es als Verwaltungssitz der Großgemeinde genutzt.

Wappenstein der Familie v. Trohe (2017)
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Hier folgen ausführlichere Infos und Links zur Geschichte des Gebäudes.
Dieser Beitrag ist Teil der beiden Flyer
„Historisches Großen-Buseck“ sowie „Herzlich Willkommen im Schlosspark Großen-Buseck!“.
und wird Ihnen präsentiert vom:
Freundeskreis Busecker Schlosspark e. V. und dem Heimatkundlichen Arbeitskreis Buseck e. V.
Quellen:
Literatur:
Elke Noppes et al.: Das Schloß in Großen-Buseck; Frankfurt : Edition Chimaira 1997
- 1Er zeigt einen Ritter mit dem Wappen der Familie v. Trohe und datiert ins 1. Drittel des 14. Jahrhunderts.
- 2HStAD A 5 Nr. 423/8
- 3HStAD B 14 Nr. 311, war HStAD A 3 Nr. 199/1
- 4Farbgebung der Kleeblätter und ihres Untergrundes. Bei der Familie v. Trohe waren die Kleeblätter silberfarben auf schwarzem Untergrund. Bei der Familie von Nordeck zur Rabenau genau umgekehrt, schwarze Kleeblätter auf silbernem Untergrund. Ohne rhaltene Farbreste auf den Steinen lässt sich dies heute nicht überall rstlos unterscheiden.
