Johann v. Buseck gen. Münch

Johann v. Buseck gen. Münch (PN 4056)
Familienübersicht auf Tafel 4 ?

Vater: Mutter:
Geboren: Getauft:
erwähnt: von 1516 bis
Verstorben: vor 1558Bestattet:
Eheschließung:
Ehepartner: Margarethe Doring/Düring 1HHStAW Bestand 135 Nr. U 174
erw. 1531 – 1543
Kinder:
Name

Geboren

Verstorben / erwähnt
keine bekannt

Zur Person:

1516, 1531, 1533, 1543 – Amtmann zu Hohensolms
1532, 1536, 1540 – Amtmann zu Solms

Hinweis:
Die meisten Regesten waren zuvor bei Johann v. Buseck gen. Münch, Vater von Hans Hermann, Ernst und Hans Philipp eingeordnet. Durch die Erbteilung 1558 mussten die Belege für einen Johann v. Buseck gen. Münch geteilt werden. Die in die Nachlassteilung verwickelten Personenkonstellation lässt sich ansonsten nicht genealogisch erklären.
Die neu zusammengestellten Belege für einenJohann v. Buseck gen. Münch, der Amtmann in Hohensolms war, geben uns jedoch keinen Hinweis auf eine Einordnung in die Stammtafel der Familie v. Buseck gen. Münch.
Es darf jedoch angenommen werden, dass unser Johann v. Buseck gen. Münch, der Amtmann in Hohensolms ein Nachfahre des 1359 von Graf Dietrich v. Solms belehnten Johann Mönch v. Buseck war, den Graf Dietrich v. Solms mit all seinen Rechten zu Altenstädten unter Hohensolms und seinen Anteil am Helfholz-Wald bei Königsberg mit einem Mannlehen belehnt hatte.2Fürstlich-solmsisches Archiv Lich, Licher Urkunden Kasten 26 Eventuell sogar ein Nachfahre von Gottfried v. Buseck gen. Münch, da nur dessen Nachfahren in Ämter und Besitz unseres Johann v. Buseck gen. Münch eintreten.

Belege:

Ohne Datum
Beschwerde der Gemeinde Königsberg gegen den solmsischen Amtmann zu HohensolmsJohann v. Buseck gen. Mönch wegen seiner Übergriffe in ihrer Feldmark. – Vermittlung einer gütlichen Einigung zwischen den Amtleuten zu Hohensolms und Königsberg wegen ihrer Streitigkeiten zu Dorlar, Atzbach, (Wald-)Girmes, Wilsbach, Frankenbach und Erda. – Solmsische Klagpunkte wegen Übergriffe von Seiten des hessischen Amtmannes zu Königsberg
HStAM, 3, 2892

1516, Aug. 29
Arnolds Hengen und seine Frau Eva, wohnhaft zu Waldgirmes, verkaufen Else Duysburger, Tochter des Konrad Duysburger, und den Kindern, die sie mit dem verstorbenen Johann von Garnbeinheim (wohl Garbenheim) hatte, alle wohnhaft zu Wetzlar, einen Gulden in Gold Frankfurter Währung jährliche Gülte aus benannten Gütern.
Siegler: Junker Johann Münch von Buseck, Amtmann zu Hohensolms
Freitag nach Bartholomäi 1516
HHStAW Abt. 6 Nr. 90; Ausf. Perg. Mit einem Siegel

1531 April 15
Johann von Buseck genannt Münch, Amtmann zu Hohensolms, und Margareth Doringen, seine Frau, überlassen ihren Garten vor dem Burggraben zu Stockheim an Marquart von Stockheim, Amtmann zu Usingen, und dessen Ehefrau Adriana im Tausch gegen deren Grundstück auf der Burg neben der Kapelle.
HHStAW 135 Nr. U 174

1532 Juni 11
Johann von Buchseck genannt Munch, Amtmann zu Solms und Königsberg, tauscht Leibeigene mit dem Landgrafen von Hessen. „D. Dienstag nach Bonifacii 1532“
Landeshauptarchiv Koblenz Bestand 20 Nummer 13

1533 Februar 13
Henno, Sohn des Heyntze Matern gen. Czintzel, und andere Nachkommen desslben quittieren den Baumeistern des Bauhofs im Stift Wetzlar über Erhalt eines Drittels seines Auszugs.
Siegler: Johann von Buseck gen. Monch, Amtmann zu Hohensolms
HHStAW, 90, U 477 d

1536 Mai 01
Horbeshenne und seine Frau Ellszgen, Bürger zu Hohensolms, verkaufen dem Stift zu Wetzlar eine Korngülte zu Hohensolms.
Siegler: Junker Johann von Buseck gen. Münch (Monch), Amtmann zu Solms
HHStAW Abt. 90 Nr. OHNE

1540 März – Juli
Beschwerde des Amtmannes zu Solms Johann v. Buseck gen. Münch wegen Übergriffe des Amtmannes zu Königsberg Marx Lesch v. Mölnheim im Dorfe Frankenbach. Pfändung des hessischen Försters Wenzel zu Frankenbach durch Jorg Schreiber und Hans Schmitt aus Solms und seine Mißhandlung durch den solmsischen Förster Valtin zu Erda
in HStAM Best. 3 Nr. 2893

1543 April 26
Gerhard von Stockheim und seine Hausfrau Anna Fodin verkaufen dem Johann von Buseck, zur Zeit Amtmann zu Hohensolms, und seine Ehefrau Margarethe ihren Anteil am Zehnt zu Westerfeld.
HHStAW 135 Nr. U 205

1544 Februar 26
Gießen: Volprecht v. Schwalbach, Burgmann zu Gießen, bekundet, dass er mit Zustimmung des Eberhard v. Schwalbach und dessen Ehefrau Dorothea, auch Eckhard Riedesels und dessen Ehefrau Anna, seines Bruders bzw. seiner Schwester mit jeweiligen Eheleuten, der Katharina geb. Schwertzell von Willingshausen, der Witwe des Volprecht von Schwalbach für 480 fl. Frankfurter Währung gen. Wiesen und Äcker vor Gießen (detaillierte Beforchungen) verkauft habe. Siegler: Johann Münch v. Buseck, Schwager des Ausstellers 1 , Eberhard v. Schwalbach und Eckhard Riedesel
HStAD A 3 Nr. 123/153

1549 April 24
Philipp und Johann v. Buseck gen. Mönch bekunden, dass ihnen Graf Reinhard v. Solms, zugleich für Graf Friedrich Magnus, gemäß inseriertem Lehnsbrief gleichen Datums einen Burgsitz zu Königsberg zu einem Burglehenund genannte Ländereien bei Königsberg, wie sie der Hohensolmser Amtmann Johann Mönch innehatte, zu einem Mannlehen verliehen habe, wofür sie den Lehnseid leisten
Fürstlich-solmsisches Archiv Laubach, Laubacher Urkunden, Or. XIV/1 (Mahnbuch von 1549) – Abschrift

1558, Juni 3
Teilung der Hinterlassenschaft des Johann Mönch v. Buseck sel. und seiner Ehefrau Margarethe Thüring zwischen den Vettern Johann und Wilhelm v. Buseck gnt. Mönch und Conrad Lemcker wegen seiner Frau Anna Kriegin, Philipp Thüring Amptmann zu Biedenkopf, Eberhard v. Schwalbach und Goddert v. Trohe
Zeugen: Jorg v. Schonborn, Amptmann, Enwich v. Stockheim Amtmann zu Usingen
Landeshauptarchiv Koblenz: Best. 54 B: Münch v. Buseck (nicht mehr auffindbar)

Posthum
1558
In Sachen Johann und Wilhelm v. Buseck gen. Münch, Gevettern, wegen der Verlassenschaft des weiland Johann v. Buseck gen. Münch, Amtmann zu Hohensolms und dessen Ehefrau Margaretha geb. Thüring, verhandelt zu Usingen.
Beteiligt:
1.) Johann und Wilhelm v. Buseck gen. Münch
2.) Conrad Lüncker für seine Ehefrau Anna Krieg als nächste Agnatin 4
3.) Philipp Thüring, Amtmann zu Biedenkopf, Eberhard v. Schwalbach und Gobert v. Trohe – welche 500 fl auf die Güter des Verstorbenen verschrieben haben.
4. Philipp Graf zu Nassau-Saarbrücken
HHStAW 166/167 Nr. 924

ohne Datum
Zeugenmatrikel in einem zwischen den gen. Miterben (Vettern Johann und Wilhelm v. Buseck gnt. Mönch und Conrad Lüncker wegen seiner Frau Anna Kriegin, Philipp Thüring Amptmann zu Biedenkopf, Eberhard v. Schwalbach und Goddert v. Trohe) entstandenen Prozess. Als Zeugen werden vernommen: Emmerich v. Stockheim, Amtmann zu Usingen Crafft Riedesel Amtmann zu Neuen Weilnau Bwickhardt v. Stockheim
Hans Sihaffrit gnt Koch, Amtmann zu Eppstein; Conrad v. Hattstein, Johann v. Colen, Schultheis zu Neuen Weilnau
HHStAW 166/167 Nr. 924; war: Landeshauptarchiv Koblenz: Best. 54 B: Münch v. Buseck (nicht mehr auffindbar)


Quellen:
HHStAW = Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden
HStAD = Hessisches Staatsarchiv Darmstadt
HStAM = Hessisches Staatsarchiv Marburg
arcinsys.hessen.de

Literatur:


  • 1
    HHStAW Bestand 135 Nr. U 174
  • 2
    Fürstlich-solmsisches Archiv Lich, Licher Urkunden Kasten 26
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