
(c) Ute und Walter Zecher
Kurzinfo
Die Westseite des Angers bildete ehemals den Troher Hof, der nach der Familie v. Trohe benannt war. In der zweiten Hälfte der 1770er Jahre kaufte die Gemeinde das Gelände und es entstanden Wohnhäuser.
Über die Heirat der Tochter des letzten männlichen v. Trohe kam der Hof in den Besitz von Crafft Adam v. Buseck gen. Münch (+ 1696), wo er bis zum Aussterben dieses Zweiges im Mannesstamm 1750 verblieb. Unter den Erben entstand ein Streit um die sog. Münchschen Erbschaft, welcher den Verkauf durch die Erben bis zum Jahr 1769 blockierte. In der Folgezeit kauft die Gemeinde Großen-Buseck das Areal und lässt die Westseite des Angers bebauen.
In einer Versteigerungsanzeige 1770 wird der Hof wie folgt beschrieben:
„Der sogenante Troherhof zu Großebuseck bestehend a) aus einem mit einem Wassergraben umgebenen Wohnhaus nebst Nebenbau Lust und Obstgärten, b) besonderen Hofhaus nebst räumlichen Scheuren und Ställen etc. Worzu weiter gehöret c) doppelt Loosholz, Bau und Flickholtz aus den gemeinen Waldungen, doppelt Mast und gemeines Almeien. d) eine besondere freye Schäferey mit den 2 andern Münchischen Höfen auf 80. bis 100. Stück e) an Ackerland 77. Morgen 3 Viertel 23 Ruth. Wiesen 25 Morgen 1 V. Garten auser dem bey dem Hof 1 Morgen 2 V. 23 Ruth. Eichwald 26 Moren 2 V. 27 Ruth. jeder Morgen zu 160 Ruthen 1, jede Ruthe zu 18. Schuh.„1Giessische wöchentliche gemeinnützige Anzeigen und Nachrichten, Zwanzigstes Stück, Dienstags den 15ten May 1770
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Dieser Beitrag ist Teil des Flyers „Historisches Großen-Buseck“.
Quellen:
Literatur:
Giessische wöchentliche gemeinnützige Anzeigen und Nachrichten
- 1Giessische wöchentliche gemeinnützige Anzeigen und Nachrichten, Zwanzigstes Stück, Dienstags den 15ten May 1770
