
Eibe (2025)
(c) Heimatkundlicher Arbeitskreis Buseck e. V.
Kurzinfo
Taxus – Die Eibe ist eine der ältesten einheimischen Bäume. Ihr Holz ist außergewöhnlich Hart und wird als Baumaterial geschätzt. Sie ist immergrün und hochgiftig.
Ein großes und schönes Exemplar steht neben dem Einsiedlerhäuschen.
Eiben finden sich an verschiedenen Stellen Park. Bitte seien Sie vorsichtig und halten Abstand.
Hier folgen ausführlichere Infos und Links zur Geschichte des Infopunktes:
„… Eiben (Taxus baccata) … Dieser einheimische Baum ist heute in der Natur nur noch an wenigen Stellen zu finden, wird aber wegen seiner dunkelgrünen, dekorativen Nadeln sehr häufig in Parks angepflanzt. Er erreicht mit zwei bis zehn Metern nur eine geringe bis mittlere Höhe und wächst sehr langsam. Doch er kann über tausend Jahre alt werden. Die männlichen Blüten der zweihäusigen, windblütigen Pflanze sitzen in kleinen Kugeln an der Unterseite vorjähriger Triebe. Sie entwickeln sich ebenso wie die weiblichen, die nur eine Samenanlage enthalten, bereits im Herbst des Vorjahres. Der eiförmige schwärzliche Samen, der 6-7- mm lang wird, ist etwa zu drei Vierteln von einem roten Samenmantel umgeben, der eine schleimige, süßlich schmeckende Flüssigkeit enthält, die von Vögeln gerne verzehrt wird. Diese Samenumhüllung ist der einzige nicht giftige Teil der Pflanzen. Ansonsten enthalten Blätter, Holz und Wurzel das giftige Taxin, ein Alkaloid, das herzlähmend wirkt. Sicher ist das der Grund, daß die Eibe bei Griechen und Römern als der Totenbaum galt. Der Verzehr einer Handvoll Nadeln kann beim Menschen zum Tode führen. Besonders empfindlich sind auch Pferde, die ohne Argwohn an den Zweigen knabbern.
Schon in der Steinzeit und in der Bronzezeit bedienten sich die Menschen zur Herstellung von Bogen, Werkzeugen und Kämmen des Eibenholzes. Im Mittelalter wurden Eiben in der Nähe der Burgen angepflanzt, um Werkholz für die Herstellung von Armbrustbögen und Speeren zu erhalten. Das harzlose Eibenholz wird heute als Furnierholz sehr gesucht. Es ist besonders dicht, hart und schwer. Im vergangenen Jahrhundert wurde es durch Eisensalze – sie reagieren mit der im Holz enthaltenen Gerbsäure – schwarz gefärbt und fand als eine Art „Ebenholz“ Verwendung.“ 1Lied, S. 133



Eibe mit Fruchtstand (2006)
(c) Heimatkundlicher Arbeitskreis Buseck e. V.
Dieser Beitrag ist Teil des Flyers „Herzlich Willkommen im Schlosspark Großen-Buseck!“
und wird Ihnen präsentiert vom:
Freundeskreis Busecker Schlosspark e. V. und dem Heimatkundlichen Arbeitskreis Buseck e. V.
Quellen:
Literatur:
Herbert Lied: Exotische Bäume im Schloßpark. In Noppes et al.: Das Schloß in Großen-Buseck, Frankfurt am Main 1997, S. 131-135
weiterführend: https://de.wikipedia.org/wiki/Eiben
- 1Lied, S. 133
