1393 Juni 10
Revers des Gerhard Rüsser zu dem Lehnsbrief: Landgraf Hermann v. Hessen bekundet: Ritter Gerhard [Ruser] v. Buseck hat von ihm seineBurg zu Alten-Buseck zu einem rechten Mannlehen empfangen. Er soll verpflichtet sein, bei Bedarf diese Burg dem Landgrafen zu öffnen. Er soll das Recht haben, die Burg im Notfall an ihn zu verkaufen oder zu versetzen. Falls der Landgraf daran kein Interesse hat, soll ein anderer, der sie von Gerhard erwirbt, sie von dem Landgrafen zu Mannlehen nehmen. Landgraf Hermann verspricht dafür den Schutz und Schirm. Siegler: Aussteller
HStAM Bestand Urk. 14 Nr. 3239
1447 Februar 03
Die Burg des 1447 Belehnten zu Altenbuseck und ein Viertel des Zehnts zu Wieseck als Mannlehen; dazu kommt der Anteil des Belehnten an dem Busecker Anteil. Die Burg soll den Landgrafen von Hessen offen stehen. Belehnter: Gerhard von Buseck genannt Rüsser
HStAM, Urk. 14, 14783 und HStAM, Urk. 14, 3251
1458 September 05
Lehnsrevers des Werner von Buseck (gen. Rüsser): 1.) Die Burg zu Altenbuseck, genannt die Hofburg, mit ihrem Begriff; die Burg soll den Landgrafen von Hessen offen stehen; 2.) die Hälfte des Zehnts zu Wieseck; 3.) ein Burgsitz zu Staufenberg [Burg/Stadt, Lkr. Gießen] mit seinem Zubehör.
HStAM, Urk. 14, 3243
1471 März 7 Marburg
Die Gebrüder Kurt, Werner und Gerhard Ruser v. Buseck, Söhne des verstorbenen Werner, einerseits, sowie Gerhard Ruser v. Buseck, Sohn des verstorbenen Gerhard, andererseits, bekunden: Sie haben mit Rat und Hilfe ihrer Freunde einen Burgfrieden für ihr Schloss Alten-Buseck, genannt die Hofburg (hoebeburg), errichtet und beschworen. Danach sollen die Streitigkeiten untereinander in angegebener Weise verhindert und geschlichtet werden. Im Falle, dass einer der Ganerben einen anderen erschlägt, soll er vom Burgfrieden ausgeschlossen bleiben, doch sollen seine Erben wieder zugelassen werden. Alle sollen sich an der Unterhaltung der Burg beteiligen. Die Erben der Ganerben sollen, sobald sie achtzehn Jahre alt sind, den Burgfrieden ebenfalls beschwören.
HStAD, B 14, 227; war HStAD, A 3 Nr. 7/22
1501 Januar 4
Heinrich, Werner, Sohn des verstorbenen Werner, sowie Werner und Johann, Gevettern und Brüder v. Buseck, bekunden: Landgraf Wilhelm II. hat ihnen gemäß inseriertem Lehnsbrief gleichen Datums die Burg Alten-Buseck, genannt die Hofburg, mit dem halben Zehnten zu Wiesen und einen Burgsitz zu Staufenberg zu einem Mannlehen verliehen. Dafür haben sie den Lehnseid geleistet.
HStAD, B 14, 272, Urkunde war StAD, A 5 Nr. 45/10
1512 August 04
Lehnsrevers der Brüder Heinrich und Werner von Buseck: 1.) Die Burg zu Altenbuseck, genannt die Hofburg, mit ihrem Begriff; die Burg soll den Landgrafen von Hessen offen stehen; 2.) die Hälfte des Zehnts zu Wieseck; 3.) ein Burgsitz zu Staufenberg [Burg/Stadt, Lkr. Gießen] mit seinem Zubehör.
HStAM, Urk. 14, 3244
1531 Februar 23
Lehnsrevers von Werner von Buseck und sein Vetter Eberhard (Ebert) von Buseck: 1.) Die Burg zu Altenbuseck, genannt die Hofburg, mit ihrem Begriff; die Burg soll den Landgrafen von Hessen offen stehen; 2.) die Hälfte des Zehnts zu Wieseck; 3.) ein Burgsitz zu Staufenberg [Burg/Stadt, Lkr. Gießen] mit seinem Zubehör.
HStAM, Urk. 14, 3245
(1362-) 1545, 1573-1579
Heimfall des Lehens von Hofburg und Teil des Hofs zu Alten-Buseck, des halben Zehnten zu Wieseck und des Burgsitzes zu Staufenberg nach dem Tod des Hartmann v. Buseck gen. Rüsser und Erbauseinandersetzungen.1voller Regesten alter Urkunden zu Besitzungen der Familie v. Buseck gen. Rüsser.
HStAD, E 14 G, 25/1
1605 Februar 16 Gießen
Lehenrevers des Hans Philipp von Buseck , Hofmeister zu Marburg, für die inserierte Urkunde des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt: Landgraf Ludwig V. von Hessen-Darmstadt belehnt Hans Philipp von Buseck, Hofmeister zu Marburg, um treuer Dienste willen mit demHofburg gen. adeligen Burgsitz zu Alten-Buseck, der jetzt ganz ohne Gebäude und zerfahren ist, mit zugehörigen Gütern, Äckern, Wiesen, Gärten, Renten, Zinsen und anderem Zubehör im Busecker Tal, der Altenstrut und sonstwo, wie sie der verstorbene Hartmann von Buseck gen. Rüsser von seinen Vorfahren zu Lehen trug und durch seinen Tod heimgefallen sind. Das Erbrecht der im Lande verheirateten Töchter wird für den Fall des Todes ohne männliche Nachkommen zugestanden. Gießen 1605 Febr.12.
HStAD, B 14, 273; Urkunde war HStAD, A 5 Nr. 45/12
1620 Dezember 6 Darmstadt
Landgraf Ludwig V. v. Hessen bekundet: Er hat seinem Amtmann in Romrod, Hans Philipp v. Buseck, einen adeligen Burgsitz, genannt die Hofburg, außerhalb von Alten-Buseck mit allem Zubehör im Buseck ertal, wie es schon Hartmann Ruser v. Buseck von seinen Vorfahren inne hatte, zu einem Mannlehen verliehen.
HStAD, B 14, 101 (in)2Erschlossen aus Urkunde von 1623 September 25, diese in Urkunden von 1791 Oktober 8, 1800 April 8 und 1814 Juli 23 enthalten, siehe dort
1623 September 25 Darmstadt
Landgraf Ludwig V. v. Hessen: Er hat dem verstorbenen Hans Philipp v. Buseck, Amtmann zu Romrod, gem. Lehnsbrief von 1620 Dezember 6 verschiedene Lehen ausgegeben. Nach dessen Tod hat er dessen Söhnen Ulrich Eberhard, Kaspar Philipp und Hans Adam v. Buseck diese Lehen erneuert, namentlich einen adeligen Burgsitz, gen. die Hofburg, außerhalb von Alten-Buseck, mit allem gen. Zubehör im Buseckertal, wie es schon Hartmann Ruser v. Buseck von seinen Vorfahren inne hatte. Gem. Konsensbrief von 1620 September 16 hatte er schon Hans Philipp v. Buseck die Erlaubnis erteilt, entferntere Güter aus diesem Lehen zu verkaufen und nähergelegene, gleichwertige, dafür aufzutragen. Für dieses Lehen hat Ulrich Eberhard, auch namens seiner Brüder, den Lehnseid geleistet.
HStAD, B 14, 101 (in)3Insert in Urkunden von 1791 Oktober 8, 1800 April 8 und 1814 Juli 23 enthalten, siehe dort
(1620-)1690-1705
Belehnung der v. Buseck mit den heimgefallenen Lehen derer v. Buseck gen. Rüsser: Hofburg zu Alten-Buseck, Güter im Busecker Tal und Wüstung Altenstruth
HStAD, E 14 G, 25/2 – starke Moderschäden
1732, 1741, 1743, 1765, 1770, 1778, 1783, 1791 und 1795 erneuert worden
1800 April 8 Darmstadt4Das genaue Datum ergibt sich aus Kopie und Urkunde von 1814 Juli 23
Landgraf Ludwig X. bekundet: Gem. inserierter Urkunde von 1623 September 25 hat sein Vorfahr Landgraf Ludwig V. v. Hessen den Gebrüder Ulrich Eberhard, Kaspar Philipp und Hans Adam v. Buseck, den Söhnen des Hans Philipp v. Buseck, die Hofburg im Buseckertal außerhalb von Alten-Buseck als adeligen Burgsitz verliehen. Dieses Lehen sei von Landgraf Georg II. für die gleichen Lehnsleute 1627, von Landgraf Ludwig VI. für Ulrich Eberhard und Hans Adam v. Buseck 1662, von demselben für Ulrich Eberhards Sohn Johann Philipp v. Buseck 1667, von dessen Witwe [Elisabeth Dorothea v. Sachsen-Gotha] für Hans Adam v. Buseck 1669 und von derselben für die Söhne des letzteren, Philipp Arnold und Volprecht Ludwig v. Buseck 1672, von Landgraf Ernst Ludwig nach Ableben des Philipp Arnold für dessen minderjährige Söhne Johann Adam, Philipp Ludwig und Johann Friedrich v. Buseck 1705 sowie von späteren Landgrafen und zuletzt ihm selbst gem. Lehnsbriefen von 1732, 1741, 1743, 1765, 1770, 1778, 1783, 1791 und 1795 erneuert worden (unter genauer Auflistung der jeweiligen Lehnsleute). Nach Ableben des Franz Wilhelm Ludwig v. Buseck, Sohn des Georg Ludwig hat er, Landgraf Ludwig X., nunmehr den Friedrich Karl Alexander, Sohn des Friedrich Ludwig, sowie Friedrich v. Nordeck zur Rabenau als Vormund der minderjährigen Friedrich August und Karl Philipp Wilhelm v. Buseck, erneuert und dessen Vererbung im Landgrafenhaus festgelegt.
HStAD, B 14, 101
1814 Juli 23 Darmstadt
Großherzog Ludewig [I.] v. Hessen bekundet: Gem. inserierter Urkunde von 1623 September 25 hat sein Vorfahr Landgraf Ludwig V. v. Hessen den Gebrüder Ulrich Eberhard, Kaspar Philipp und Hans Adam v. Buseck, den Söhnen ds Hans Philipp v. Buseck, die Hofburg im Buseckertal außerhalb von Alten-Buseck als adeligen Burgsitz verliehen. Dieses Lehen ist von Landgraf Georg II. für die gleichen Lehnsleute 1627, von Landgraf Ludwig VI. für Ulrich Eberhard und Hans Adam v. Buseck 1662, von demselben für Ulrich Eberhards Sohn Johann Philipp v. Buseck 1667, von dessen Witwe [Elisabeth Dorothea v. Sachsen-Gotha] für Hans Adam v. Buseck 1669 und von derselben für die Söhne des letzteren, Philipp Arnold und Volprecht Ludwig v. Buseck
1672, von Landgraf Ernst Ludwig nach Ableben des Philipp Arnold für dessen minderjährige Söhne Johann Adam, Philipp Ludwig und Johann Friedrich v. Buseck 1705 sowie von späteren Landgrafen, zuletzt auch ihm selbst, gem. Lehnsbriefen von 1732, 1741, 1743, 1765, 1778, 1783, 1791,1795 und 1800 erneuert worden (unter genauer Auflistung der jeweiligen Lehnsleute). Nach Ableben des Friedrich Karl Alexander, Sohn des Friedrich Ludwig v. Buseck, hat er, Großherzog Ludewig I., nunmehr die Gebrüder Friedrich August und Karl Philipp Wilhelm Freiherrn v. Buseck, Söhne des verstorbenen [Georg] Ludwig v. Buseck, erneuert und dessen Vererbung im Landgrafenhaus festgelegt.
HStAD, B 14, 103
1836-1840
Versteigerungen aus dem vom Herrn von Buseck erkauften Gut (Hofburg)
GemA Buseck, AB, 12
1949-1964
Reparaturarbeiten am Kirchturm in Alten-Buseck; Bau eines neuen Pfarrhauses, Verkauf des alten Pfarrhauses (ehemalige Hofburg). Briefe mit Interessensbekundungen zum Kauf oder Vermittlung des alten Pfarrhauses, beschrieben als Herrensitz mit Parkanlage.
GemA Buseck, AB, 43
Quellen:
HStAD = Hessisches Staatsarchiv Darmstadt
HStAM = Hessisches Staatsarchiv Marburg
GemA Buseck = Gemeindearchiv Buseck
Literatur:
- 1voller Regesten alter Urkunden zu Besitzungen der Familie v. Buseck gen. Rüsser.
- 2Erschlossen aus Urkunde von 1623 September 25, diese in Urkunden von 1791 Oktober 8, 1800 April 8 und 1814 Juli 23 enthalten, siehe dort
- 3Insert in Urkunden von 1791 Oktober 8, 1800 April 8 und 1814 Juli 23 enthalten, siehe dort
- 4Das genaue Datum ergibt sich aus Kopie und Urkunde von 1814 Juli 23
