
Herbstliche Lindenallee 2025
(c) Heimatkundlicher Arbeitskreis Buseck e. V.
Kurzinfo
Teiche sind ein typisches Merkmal des englischen Landschaftsgartens und tragen zu dessen natürlicher Ästhetik bei, indem sie oft geschwungene Seen oder Wasserläufe nachbilden.
Ein kleiner „Wasserfall“ lässt das Wasser vom Kleinen in den größeren Teich fließen. Früher wurde der große Teich für Fahrten mit einem Ruderboot genutzt. An den Teichen entlang führt eine Lindenallee mit Sommer- und Winterlinden. Lange führte diese Allee ins Leere, heute hat sie einen Endpunkt und führt zum Kulturzentrum. Sie trennte den Park vom Nutzgarten.
Das Gelände östlich der Teiche, einschließlich des heutigen Kulturzentrums bis hoch zur Pforte, wurde als Nutzgarten zur Versorgung der Schlossbewohner bestellt. Schon zu Beginn des 20. Jahrhundert ist ein Gewächshaus belegt, das später auch beheizt wurde.
Der letzte Gärtner des Nutzgartens war Wilhelm Menz. Seine Nachfahren betreiben noch heute eine Gärtnerei in Buseck und verkaufen ihre Erzeugnisse auf dem Wochenmarkt in Gießen.
In einem Teilbereich des Nutzgartens findet sich heute ein Mehrgenerationenspielplatz.
Hier folgen ausführlichere Infos und Links zur Geschichte des Areals:


(c) GemA Buseck und Heimatkundlicher Arbeitskreis Buseck e. V.

Ein Blick über den großen Teich, im Hintergrund die Brücke über den verbindenden Wasserlauf zwischen beiden Teichen. Die Teiche waren ehemals mit dichtem Bewuchs und Bäumen eingefasst. Dieses Bild entstand ca. 1900. Im I. Weltkrieg wurde im Schloss ein Lazarett eingerichtet. Die verwundeten Soldaten ruderten in ihrer Rekonvaleszenz scheinbar gerne auf dem größeren der beiden Teiche. Die beiden Bilder entstanden ca. 1916.
Dass das Ruderboot „Auguste“ heißt, dürfte eine Hommage an die verwitwete Mutter des damaligen Besitzer des Schlosses sein: Freifrau Auguste Friederike von Nordeck zur Rabenau geb. Riese Stallburg (1854-1919).
Auguste hielt sich, alten Fotos nach urteilen, gerne in Großen-Buseck auf und verstarb hier im September 1919.

(c) Heimatkundlicher Arbeitskreis Buseck e. V.

Winterliche Aufnahme 2006
(c) Heimatkundlicher Arbeitskreis Buseck e. V.

Lindenallee im Herbst 2006
(c) Heimatkundlicher Arbeitskreis Buseck e. V.
Im herbstlichen Gelände hat man einen schönen Blick auf beide Teiche. Der Zufluß zum größeren Teich ist heute verrohrt. Eine Landbrücke trennt beide Teiche, wo früher eine Holzbrücke über das Wasser führte. Aus den 1880er Jahren sind Reparaturen an einem Badehaus überliefert. 1GemA Buseck N 4 Es ist anzunehmen, dass es im Bereich der Teiche stand.
Das linke Bild zeigt deutlich die Allee entlang des Weges an der Ostseite der Teiche. Sie besteht aus verschiedenen Lindensorten, u. a. Winter- und Sommerlinden.
Das große Wiesenareal versorgte als Nutzgarten die Bewohner des Schlosses. Überschuß wurde an die Großen-Busecker Bevölkerung und auf dem Gießener Wochenmarkt verkauft.
Im Areal befand sich ein, zum Teil, beheizbares Gewächshaus, welches die Erträge steigerte. An der Mauer wurde Spalierobst gezogen, wovon heute noch Teile der Befestigung der Bäume in der Mauer zeugen.

(c) GemA Buseck N

Mehrgenerationen Spielplatz (2025)
(c) Heimatkundlicher Arbeitskreis Buseck e. V.
Nach der Errichtung des Kulturzentrums entstand oberhalb davon der Mehrgerationenspielplatz.
Dieser Beitrag ist Teil der beiden Flyer
„Historisches Großen-Buseck“ sowie „Herzlich Willkommen im Schlosspark Großen-Buseck!“.
und wird Ihnen präsentiert vom:
Freundeskreis Busecker Schlosspark e. V. und dem Heimatkundlichen Arbeitskreis Buseck e. V.
Quellen:
GemA Buseck = Gemeindearchiv Buseck
Literatur:
- 1GemA Buseck N 4
