Anger

Blick von oben auf den Bereich Anger.

(c) Heimatkundlicher Arbeitskreis Buseck e. V.

Kurzinfo

Der Anger hat eine bewegte Geschichte. Er gehörte ursprünglich zum Gesamtensemble des Areals von Kirche hin zum Troher Hof. Anfangs noch ohne Randbebauung, Thal’sches Rathaus und Backhaus entstand hier – außerhalb der ehemaligen Ortschaft – ein großes freies Areal, das als historischer Versammlungsplatz des Gerichts Busecker Tal gedient hat. Wenigstens zweimal im Jahr versammelten sich hier alle verheirateten Männer der neun Ortschaften die zum Gerichtsbezirk gehörten um an dessen turnusmäßigen Sitzungen teilzunehmen. Folgerichtig wurde hier später mit dem Thal’sches Rathaus das Gerichtsgebäude errichtet. Auch weitere, für eine Gemeinde wichtige Gebäude fanden sich am Anger. Das Gebäude Anger 4 beherbergte lange die örtliche Dorfschule. Im Backhaus am Anger wird noch heute gebacken.

Die südliche Bebauung entstand deutlich später. Das im Westen gelegene Areal des Troher Hofes wurde erst nach 1770 bebaut. Anfang des 20. Jahrhunderts diente das Areal als Dreschplatz der Gemeinde und war recht unansehnlich. Im Zuge von Arbeitsbeschaffungsmassnahmen wurde es in en 1930er Jahre in einen Park verwandelt. Wohl in den späten 1960er Jahren wurde er um eine Minigolfanlage bereichert.
Heute ist es im Westen eine mit Bäumen versehene Grünfläche. Seit Sommer 2025 steht hier eine Plauderbank. Im Sommerlanjahr finden sich hier Dienstags Mittag ehrenamtliche Damen und Herren – bereit zu einem kleinen Plausch.
Der östliche Teil des Angers wird von der Kaiserstraße durchzogen und beherbert einige Parkplätze.

Ist der Anger heute im Zentrum des Ortes, so war er über Jahrhunderte eine Sackgasse. An zwei Seiten von der Wieseck umflossen konnte er nur über den nördlichen Teil der Kaiserstraße betreten und verlassen werden. Einzig das Brückelchen hinter der Kirche bot die Möglichkeit vom Anger aus die Wieseck zu queren. Erst mit dem Einzug der Eisenbahn in Großen-Buseck wurde in der heutigen Mollner Straße ein Holzsteg als Verbindung des Dorfs zum Bahnhof gschaffen.


Dieser Beitrag ist Teil des Flyers „Historisches Großen-Buseck“.


Quellen:


Literatur:


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