
(c) Heimatkundlicher Arbeitskreis Buseck e. V.
Kurzinfo
Der Anger war ursprünglich eine Sackgasse. Man kam über den nördlichen Teil der heutigen Kaiserstraße zwar auf den Platz, doch es gab nur Feldwege oder die enge Kirchstraße um ihn wieder zu verlassen.
Im Jahr 1899 wurde die Kaiserstraße südlich des Angers, zwischen dem Pfarrhaus und dem Anger 2, als Weg zum Bahnhof angelegt. Das Pfarrhaus ragte nun 4 Meter in die neue Straße. Man überlegte das Pfarrhaus abzureisen. Dazu kam es jedoch erstmal nicht. Als Pfarrer Kalbhenn 1931 Großen-Buseck verließ und das Pfarrhaus gerade unbewohnt war, wurde der westliche Teil des Pfarrhaus, der in die Straße ragte abgerissen. Das Pfarrhaus wurde einfach gekürzt.
Mit dem Bau der südlichen Kaiserstraße bot sich zudem die Möglichkeit die Parrallelstraßen zur Bahnhofstraße zu bebauen. Das Dorf wuchs.
Der nördliche Teil der Kaiserstraße, vom Kreuz bis zum Anger war früher als Judengasse bekannt.

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Hier folgen ausführlichere Infos und Links zur Geschichte des Gebäudes.

Pfarrhaus (Kaiserstraße 20) und Haus Anger 2
(c) Heimatkundlicher Arbeitskreis Buseck e. V.

bearbeiteter Ausschnitt aus dem Ortsplan von 1847
(c) GemA Buseck Bestand GB 1 Nr. 675
Zur Anlage des oberen Abschnitts der Kaiserstraße wurde zuerst die Pfarrscheune (1a im Ortsplan von 1847) niedergelegt 1niedergelegt werden Fachwerkbauten, sie können bei Bedarf auch einfach versetzt werden.. 2nach Jung, S. 27 geschah dies im Jahr 1899
Damit war die Möglichkeit eines Durchganges geschaffen. Das Pfarrhaus selber ragte mit 4 Meter deutlich in die neu entstandene Kaiserstraße hinein. Erst als die Pfarrstelle 1931 vakant wurde, verkürtzte man das Haus um den in die Straße hineinragenden Teil.
Erläuterung zum Ortsplan 1847:
1 – Pfarrhof
1a – Pfarrscheune
2 – Hofreite Anger 2
2a – Scheune Anger 2, stößt an Pfarrscheune 1a. Damit ist hinter den Horeiten eine geschlossene Front von Scheunen.
3 – untere Kaiserstraße, sogenannte Judengasse
4 – Ratsstall
5 – das Kreuz
6 – eine angedachte, nicht ausgeführte, Straßenführung
Dieser Beitrag ist Teil des Flyers „Historisches Großen-Buseck“.
Quellen:
GemA Buseck = Gemeindearchiv Buseck
Literatur:
Ludwig Jung: Heimatbuch der Gemeinde Großen-Buseck; Großen-Buseck 1951
- 1niedergelegt werden Fachwerkbauten, sie können bei Bedarf auch einfach versetzt werden.
- 2nach Jung, S. 27 geschah dies im Jahr 1899
