Im Busecker Tal gibt es seit dem Ende des II. Weltkrieges keine jüdischen Gemeinden mehr. Geblieben sind bis heute zwei Areale auf denen Juden bestattet wurden. Dabei handelt es sich um den „Jüdischen Friedhof“ zwischen Großen-Buseck und Alten-Buseck, sowie um einen abgegrenzten Teil auf dem kommunalen Friedhof in Alten-Buseck. In Alten-Buseck wurden zwischen 1918 und 1930 insgesamt 11 jüdische Personen bestattet.
Der jüdische Friedhof zwischen Großen-Buseck und Alten-Buseck diente ursprünglich der Bestattung aller Juden des Busecker Tales. Die erhaltenen Grabsteine belegen Bestattungen von Juden aus Großen-Buseck, Alten-Buseck, Beuern, Burkhardsfelden und Reiskirchen.
Für die uns bekannten Rödgener Judenfamilien fanden sich keine Steine. Diese Gemeinde war jedoch recht klein und die bekannten Todesdaten liegen zwischen 1827 und 1849 – einer Zeit aus der keine, bzw. nur wenige Grabsteine erhalten sind. Diese Verstorbenen könnten demnach durchaus auf dem gemeinschaftlichen Friedhof in Großen-Buseck bestattet worden sein. Die letzte Rödgener Jüdin Belle Löwenthal geb. Frank verstarb 1873 in Gießen und wurde auf dem dortigen jüdischen Gräberfeld des Alten Friedhofs bestattet.
Für Oppenrod und Bersrod sind keine jüdischen Gemeinden für die Zeit zwischen 1841 und 1939 belegt.

Bestattungen auf dem jüdischen Friedhof der Gemeinde Großen-Buseck (Bild von 2010)
(c) Elke Noppes
Quellen:
GemA Buseck = Gemeindearchiv Buseck
Literatur:
Hanno Müller et al.: Juden im Busecker Tal, 2 Bde., Fernwald 2013
