Mühlenerwähnungen 1315-1360

Versuch der Zuordnung früher Urkunden zu bekannten Mühlenstandorten

Die frühesten Erwähnungen von Mühlen im Busecker Tal stammen vom 5. Januar 131511315 Januar 5: Die Brüder Gottfried und Heinrich Ritter von Kalsmunt (Cals-) und ihre Ehefrauen Jutta und Jutta erklären, daß sie über Vogtei- und Erbleihrecht (super iure advocatico et emphiteotico) oder irgendwelches anderes Recht, das sie an der Mühle und an anderen Gütern zu Dorfilen (Dufela) bei Buseck (Buchesecke) zu haben glaubten, lange mit dem Abt und Konvent des Zisterzienserklosters Arnsburg in der Mainzer Diözese gestritten, nach eingehenden Untersuchungen aber erkannt hätten, daß die Rechte allein dem Kloster und nicht ihnen und ihren Erben zustünden. Außerdem bittet der Ritter Heinrich, weil er wegen der im Krieg zwischen ihrem Herrn, Landgraf Otto des Hessenlandes, und den Grafen von Nassau (Nassauwia) bei dem Hof (grangia) von Güll (de Gulle) der gen. Geistlichen erfolgten Gefangennahme einiger seiner Knechte (famulorum) geglaubt hatte, etliche aus der Herren Gesinde (familia) seien dabei gewesen, und weil er als sicher behauptet hatte, die Geistlichen seien vielfach an der ungerechten und schädlichen Handlung beteiligt gewesen, die Geistlichen dieses jedoch durch geeignete Zeugen erklärten, daß ihr Gesinde an der Verfolgung und Gefangennahme ganz und gar unbeteiligt gewesen seien, die Geistlichen um Verzeihung dafür, daß er sie fälschlich beschuldigt und beunruhigt habe. Er verspricht jegliche von den Geistlichen geforderte oder noch zu fordernde Wiedergutmachung und erklärt sich und seine Erben ihnen für ewig verpflichtet. – Siegler: der Edle (nobilis vir), ihr Herr Philipp der Ältere von Falkenstein (Valkinsten bzw. Falkinsteyn), Herr zu Münzenberg (Minzin-), und die beiden Aussteller. – Datum a. d. 1315, in vigilia epiphanie domini. — — HStAD A 3 Nr. 71/1 – Druck mit aus dem Lateinischen übertragenen Text: Eckhardt 1977, Nr. 219 S. 162f, dicht gefolgt vom 10. August 131521315 August 10: Happel Mulenere zu Buseck (Buchiseke), seine Ehefrau Adelheid und ihre „redlichen“ Kinder bekunden, daß sie den „ehrsame Leuten“, dem Probst, der Meisterin und dem Konvent der heiligen „Sammlung“ des Ordens St. Augustini zu Wirberg 10 Mark Wetterauer (wedrebisscher) Pfennige schuldig sind, die diese ihnen aus Freundschaft und Liebe (minne) geliehen (gebedit) haben. Hierbei sind gewesen: die „biederen Leute“ Herr Johann der Ritter zu Buseck (der Rettere zu Buchiseeke), Herr Krieg (Crig). Ritter, Wortwin von Beuern (Byrin), Heinrich bei der Linde, Konrad Antreffer, auch [!] zu Beuern, Rudolf Kredinbechere von Oppenrod, Schöffen zu Buseck, Heinrich Widerort, Heinrich Starke und Beringer von Reiskirchen. Probst Meisterin und Konvent von Wirberg bekennen, daß sie dem gen. ihrem Landsiedel Happel, dessen Ehefrau und Kindern ihre Mühle gen. die Erlenmühle auf vier Jahre für jährlich 12 Malter Korn und 1 Mark Pfennige mit anderen zugehörigen Gefällen geliehen haben. Nach Ablauf dieser Zeit sollen sie nach alter Gewohnheit und Recht 16 Malter Korn geben. – Siegler: der „ehrsame Mann“ [der gen.] Herr Johann der Ritter – Diser Brif ist gegebin noch geburtte unsis herrin godis 1315 […], uffe dach minis herin Sentte Laurenty. — — HStAD Abschrift 18. Jh. Bestand E 5 B Nr. 1457 5 Fasz. 1, Bl. 53; Eckhardt 1977 Nr. 1014, S. 710f. Eine weitere stammt aus dem Jahr 1360.3HStAD Bestand B 25 Nr. 1122

Naturgemäß ist die Zuordnung solch früher Belege schwierig. Hier hilft nur, soviel Belege wie möglich zu sammeln und über die Abfolge späterer Besitzer, Müller und Zahlungsflüsse zu versuchen Rückschlüsse auf später bestehende und lokalisierbare Mühlen zu ziehen.
Alle drei frühe Mühlen gehörten einem Kloster. Die Erwähnung im Januar 1315 und 1360 verweisen auf das Kloster Arnsburg, die im August 1315 auf das Kloster Wirberg. Klöster sind in der Regel stabile Eigentümer mit einer verhältnismäßig guten Quellenlage. – Das heißt, ein Kloster muss in große Not geraten um Besitz abzugeben, oder durch massive religiöse Veränderungen wird ihm der Besitz genommen. Beides liegt für die Klöster Arnsburg und Wirberg vor.
Das Kloster Arnsburg musste wegen Überschuldung allen Besitz im Busecker Tal im Jahr 1489 an das Antoniterkloster in Grünberg abtreten. Der abgetretene Besitz ist im sog. „Arnsburger Kauf“ erfasst. Somit gehörten alle früheren Besitzerwähnungen des Klosters Arnsburg fortan nicht mehr ihm, sondern dem Antoniterkloster Grünberg. Später erwähnte Besitzungen des Klosters Arnsburg sind erst nach dem sog. „Arnsburger Kauf“ in den Besitz des Klosters gekommen. Dies erklärt, warum eine 13604HStAD Bestand B 25 Nr. 1122 im Besitz des Klosters Arnsburg in Beuern erwähnte Mühle nicht identisch ist mit der später als Mönchmühle bezeichneten Mühle am Burghain.
Nach die Reformation unter Landgraf Philipp von Hessen wurde fast aller klösterlicher Besitz in seinem Herrschaftsgebiet eingezogen. Darunter auch der Besitz des Antoniterklosters Grünberg und des Klosters Wirberg – nicht jedoch der Besitz des Klosters Arnsburg. Landgraf Philipp von Hessen benötigte für die Seelsorge seiner – nun protestantischen – Untertanen entsprechend ausgebildete Pfarrer. Hierzu gründete er 1527 die Universität in Marburg. Zur finanziellen Versorgung übergab er der Universität die klösterlichen Vermögen. Unsere im 14. Jh. erwähnten Mühlen im Busecker Tal versorgten mit ihren Abgaben fortan die Universität Marburg, später die Universität in Gießen. Umfangreiche Rechnungslegungen dazu sind im Universitätsarchiv Gießen erhalten geblieben. Der Besitz des Klosters Wirberg wurde über die Vogtei des Antoniterklosters verwaltet und darüber die Abgaben an die Universitäten geleistet.
Demnach müssten unsere beiden oben erwähnten Klöster aus dem Jahr 1315, wie auch die dem Kloster Arnsburg im Jahr 1360 gehörige Mühle in Beuern in den Rechnungslegungen der Vogteiabgaben des Universitätsarchivs Gießen zu finden sein.5zahlreiche Signaturen im Bereich UniA GI, Allg Abt Nr. 578 bis UniA GI, Allg Abt Nr. 636

Schauen wir uns die Vogteiabrechnungen des Universitätsarchivs Gießen6UniA GI, Allg Abt ab Nr. 575 an, so finden sich unter den Ortschaften Beuern und Großen-Buseck mehrere Mühlen. In den Rechnungen lassen sich vier Mühlen über deren Abgaben verfolgen. Zwei wurden in den Listen Beuern zugeordnet und zwei Großen-Buseck.

In Buseck7So die Ortsbezeichnung im Arnsburger Kauf., respektive Großen-Buseck8So in den Vogteirechnungen des Universitätsarchivs Gießen. werden Abgaben aus folgenden Mühlen fällig:
Schlittbergsmühle: 1489/1491 Arnsburger Kauf „mollen vor dem Schliedeberge9UniA GI HS 457m – die Seite zu Buseck stammt von 1491; siehe Eckardt 1988 S. 21, aus den Vogteirechnungen 1573/1574 „aus dem Schlittgesmolngütt10UniA GI Allg Nr. 578 und 1682 „Peter Möller in der Spitzmühl hinter Buseck11UniA GI Allg Nr. 624
Diese auszugsweise wiedergegebenen Nennungen belegen die Zuweisung der der Schlittbergsmühle und ähnlicher Schreibungen an die heutige Spitzmühle und ihre Herkunft vom Kloster Arnsburg.
Eine „molen zu Buscheke“ wird 1453 im Salbuch des Klosters Wirberg erwähnt. 1573/1574 finden wir in den Vogteirechnungen unter Wirberg: „Jüng hen rübsamen aus der moln zu Buchseck gelegen12UniA GI Allg Nr. 578, 1575/1576 „Junker Jorge milchling aus der moln zu Buchseck gelegen gab zuvor Junghen Rubsamen13UniA GI Allg Nr. 579, 1617 „Junghen Rübsamen modo Friedrich Schmaltz aus der möhln zu Buseck14UniA GI Allg Nr. 608, 1624 „Friedrich Schmaltz aus Junker Ohnhausen Mühl vor Buseck15UniA GI Allg Nr. 615 wie auch 1650, wo es heißt „Friedrich Schmalz, aus Juncker Oynhausen Möhll vor Buseck16UniA GI Allg Nr. 621
Diese auszugsweise wiedergegebenen Nennungen belegen die Zuweisung der Wirberger „molen zu Buscheke“ an die uns bekannte Weißmühle.

In Beuern werden ebenfalls Abgaben aus zwei Mühlen fällig.
Im Arnsburger Kauf 1489/1491 zahlt Grete Mollern „von der molen daselbst„, sprich in Beuern. Das passt zur Formulierung der Urkunde von 1360171360, 10. Dec. Wir Karule ein prister, Conrad genand Swarze, Johann genant Grunewalt, Renhard Molnere, Conrad genant Leydebein raidlude und Obirlude gekorn zuschin den herren von Arnesburg und Metzen eliche frauwe etswan was Hartmans gen. Swarzen  zu besehene, ahtene und dar nach zu besegene wie vil beßerunge Metze vorg. odir alle ganerben, die dar zu gehorn mochten, haben uff der molen und habereide die darzu gehort, die Hartmanne Swarzen vorg. erm huswirtein deme dorf zu Buren gelegen zu lantsidel rechte von den vorg. geistlichin herren was geluhen, besagen uff unsirn eyt, wan die herren von Arnesburg Metzen und den ganerben, die darzu gehorint, xxxvi. punt heller gebint, das sye alle beßerunge vorg. vollekliche hant abegelegit, und Ich Metze vorg. bekennen, das Ich der vorg. Summe geldis von den herren von Arnesburg gutlich bin bezalit. – Zeugen: Gerlach von Wynden, Fritze Swarze, Conrad Wener der Jungiste, Herman Kauwerzin der albiste, Walter in deme monich hobe u. a. m.HStAD B 24 Nr. 1122, Regest: AUB Nr. 881 wo es zur Mühle heißt „in deme dorf zu Buren gelegen„. Diese Formulierung findet sich ebenfalls in den Vogteirechnungen. So 1575/1576: „Jacob Moller aus der Molln im Dorff gelegen18UniA GI Allg Nr. 579 und 1682 „Juncker Wilhelms Mühl im Dorff19UniA GI Allg Nr. 624.
Junker Wilhelm Christoph von Busecks Vater Georg Philipp v. Buseck hat 1624 von Caspar Magnus Schenk zu Schweinsberg die Mühle im Dorf … Beuern gekauft.20HStAD B 15 Nr. 328 Nur eine der vier Beuerner Mühlen liegt im Dorf, die Dorfmühle. Sie stammte aus Arnsburger Besitz.
Auch die letzte Mühle in den Vogteirechnungen zu Beuern wird dem ehemaligen Besitz des Klosters Arnsburg zugerechnet, obwohl sie nicht im Arnsburger Kauf zu finden ist.
Im Universitätsvermögen der Universität Gießen heist es ohne Datum unter Beuern: „1thornn: Cein Cuntzen Weigell, itzo Windthausen schuldigk21UniA GI Allg Nr. 186 In den Vogteirechnungen findet sich Cein Cuntzen mehrfach, 1581/1582 heißt es dann zusätzlich: „Crein Cunzelln Weygell hat Henrich Molnartz Inn undt hatt 1 moln darauf gebawet, noch landt siedel leyhe22UniA GI Allg Nr. 581 und ab 1618/1619 wechselt der Text zu: „Cein Cuntzen Weigel hatt Henrich Möhlen artz Innen kandt Ein Möhln darauf gebaut modo Juncker Münchs Müller23UniA GI Allg Nr. 609. Eine Mühle in Beuern wird nach dem Tod von Lysa v. Windhausen geb. Stommel in einer Erbteilung 1538 zwischen ihren Söhnen, den Brüdern Ebert und Johann v. Windhausen erwähnt.24Pfr. Röschen: Urkunden von Winnerod; MOHG 3/1883 S. 90f. Nr. 5 Eine Erbtochter der Familie v. Windhausen, Lucia Agnes, heiratet Craft v. Buseck gen. Münch. Auf diese Ehe gehen die letzten männlichen Familienmitglieder der Familie v. Buseck gen. Münch zurück. Der letzte im Mannesstamm war Friedrich Ludwig v. Buseck gen. Münch, der kinderlos im Dezember 1750 starb. Unter seinen zahlreichen Besitzungen war u. a. die Neumühle in Beuern.

Auf welche Mühle bezieht sich die Urkunde vom Januar 1315?

Es stellt sich nun noch die Frage, welcher Mühle ist die früheste Erwähnung einer Mühle im Busecker Tal im Januar 1315 zuzuordnen? Außer, dass die Mühle und andere Güter dem Kloster Arnsburg zugesprochen werden, ist zur Lage die Formulierung: „sie an der Mühle und an anderen Gütern zu Dorfilen (Dufela) bei Buseck (Buchesecke)25HStAD A 3 Nr. 71/1 – Druck mit aus dem Lateinischen übertragenen Text: Eckhardt 1977, Nr. 219 S. 162f interessant. Die Wüstung Dörfeln lag zwischen Großen-Buseck und Beuern. Erhaltene Flurnamen, die auf Dörfeln (Dorfilen, Dufela) hinweisen finden sich beiderseits der Gemarkungsgrenze beider Ortschaften.

Arnold hat 1930 zu den Mühlen im Busecker Tal veröffentlicht. Er weist die Urkunde mit der Begründung: „Unter dieser Mühle kann der Lage nach nur die Scheidemühle verstanden werden.“ deutlich der Scheidemühle zu. Eine Zuordnung die fortan nie in Frage gestellt wurde. Ohne auf Arnold zu verweisen wird der Satz wortgleich in alle späteren Arbeiten zu Mühlen im Busecker Tal übernommen.26Jung, Gengnagel, Leblanc

Doch ist diese Zuordnung wirklich so zweifelsfrei wie Arnold es glaubte?

M. E. nicht. Der Hinweis auf Buseck – Großen-Buseck – würde hier überinterpretiert. Bei einer Lage von Dörfeln zwischen Großen-Buseck und Beuern, darf gerne auf die größere – oder hier aufstrebendere – Ortschaft zur Orientierung hingewiesen werden. Dieser Hinweis bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass die Mühle innerhalb der heutigen Gemarkungsgrenze Großen-Busecks liegen muss. Zumal es diese Gemarkungsgrenze 1315 sicher noch nicht gab.
Die Scheidemühle taucht nie wieder als Besitz des Klosters Arnsburg oder den Universitäten auf. Die Neumühle liegt ebenfalls auf oder in der Nähe der Wüstung Dörfeln. Eine Zuordnung an die Neumühle, die noch lange im Zusammenhang mit Abgaben an das Kloster Arnsburg und den Universitäten belegt ist, erscheint mir deutlich naheliegener.


Quellen:
HStAD = Hessisches Staatsarchiv Darmstadt
UniA GI = Universitätsarchiv Gießen
GemA Buseck = Gemeindearchiv Buseck

Literatur:
Wilhelm Arnold: Die Mühlen im Busecker Tal; Gießen 1930, Heimat im Bild Nr. 15 vom 13. März
Ludwig Baur: Urkundenbuch des Klosters Arnsburg, 3 Heft; Darmstadt 1853 = AUB
Albrecht Eckhardt: Klosterarchive : Regesten und Urkunden Teil: 7 : Die oberhessischen Klöster; Dritter Band 1. Hälfte Regesten; Marburg 1977
Albrecht Eckhardt: Klosterarchive : Regesten und Urkunden Teil: 8 : Die oberhessischen Klöster; Dritter Band 2. Hälfte Texte und Indizes; Marburg 1988
Friedrich Gengnagel: Heimatbuch der Gemeinde Großen-Buseck; unpubl. Manuskript von 1937/38
Ludwig Jung: Heimatbuch der Gemeinde Grossen-Buseck II. Teil; Handschriftliches MS verfasst nach 1933; GemA Buseck N 13 Nr. 3
Friedhelm Leblanc: Die Geschichte der Mühlen im Busecker Tal; Buseck 1997


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    1315 Januar 5: Die Brüder Gottfried und Heinrich Ritter von Kalsmunt (Cals-) und ihre Ehefrauen Jutta und Jutta erklären, daß sie über Vogtei- und Erbleihrecht (super iure advocatico et emphiteotico) oder irgendwelches anderes Recht, das sie an der Mühle und an anderen Gütern zu Dorfilen (Dufela) bei Buseck (Buchesecke) zu haben glaubten, lange mit dem Abt und Konvent des Zisterzienserklosters Arnsburg in der Mainzer Diözese gestritten, nach eingehenden Untersuchungen aber erkannt hätten, daß die Rechte allein dem Kloster und nicht ihnen und ihren Erben zustünden. Außerdem bittet der Ritter Heinrich, weil er wegen der im Krieg zwischen ihrem Herrn, Landgraf Otto des Hessenlandes, und den Grafen von Nassau (Nassauwia) bei dem Hof (grangia) von Güll (de Gulle) der gen. Geistlichen erfolgten Gefangennahme einiger seiner Knechte (famulorum) geglaubt hatte, etliche aus der Herren Gesinde (familia) seien dabei gewesen, und weil er als sicher behauptet hatte, die Geistlichen seien vielfach an der ungerechten und schädlichen Handlung beteiligt gewesen, die Geistlichen dieses jedoch durch geeignete Zeugen erklärten, daß ihr Gesinde an der Verfolgung und Gefangennahme ganz und gar unbeteiligt gewesen seien, die Geistlichen um Verzeihung dafür, daß er sie fälschlich beschuldigt und beunruhigt habe. Er verspricht jegliche von den Geistlichen geforderte oder noch zu fordernde Wiedergutmachung und erklärt sich und seine Erben ihnen für ewig verpflichtet. – Siegler: der Edle (nobilis vir), ihr Herr Philipp der Ältere von Falkenstein (Valkinsten bzw. Falkinsteyn), Herr zu Münzenberg (Minzin-), und die beiden Aussteller. – Datum a. d. 1315, in vigilia epiphanie domini. — — HStAD A 3 Nr. 71/1 – Druck mit aus dem Lateinischen übertragenen Text: Eckhardt 1977, Nr. 219 S. 162f
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    1315 August 10: Happel Mulenere zu Buseck (Buchiseke), seine Ehefrau Adelheid und ihre „redlichen“ Kinder bekunden, daß sie den „ehrsame Leuten“, dem Probst, der Meisterin und dem Konvent der heiligen „Sammlung“ des Ordens St. Augustini zu Wirberg 10 Mark Wetterauer (wedrebisscher) Pfennige schuldig sind, die diese ihnen aus Freundschaft und Liebe (minne) geliehen (gebedit) haben. Hierbei sind gewesen: die „biederen Leute“ Herr Johann der Ritter zu Buseck (der Rettere zu Buchiseeke), Herr Krieg (Crig). Ritter, Wortwin von Beuern (Byrin), Heinrich bei der Linde, Konrad Antreffer, auch [!] zu Beuern, Rudolf Kredinbechere von Oppenrod, Schöffen zu Buseck, Heinrich Widerort, Heinrich Starke und Beringer von Reiskirchen. Probst Meisterin und Konvent von Wirberg bekennen, daß sie dem gen. ihrem Landsiedel Happel, dessen Ehefrau und Kindern ihre Mühle gen. die Erlenmühle auf vier Jahre für jährlich 12 Malter Korn und 1 Mark Pfennige mit anderen zugehörigen Gefällen geliehen haben. Nach Ablauf dieser Zeit sollen sie nach alter Gewohnheit und Recht 16 Malter Korn geben. – Siegler: der „ehrsame Mann“ [der gen.] Herr Johann der Ritter – Diser Brif ist gegebin noch geburtte unsis herrin godis 1315 […], uffe dach minis herin Sentte Laurenty. — — HStAD Abschrift 18. Jh. Bestand E 5 B Nr. 1457 5 Fasz. 1, Bl. 53; Eckhardt 1977 Nr. 1014, S. 710f
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    HStAD Bestand B 25 Nr. 1122
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    HStAD Bestand B 25 Nr. 1122
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    zahlreiche Signaturen im Bereich UniA GI, Allg Abt Nr. 578 bis UniA GI, Allg Abt Nr. 636
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    UniA GI, Allg Abt ab Nr. 575
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    So die Ortsbezeichnung im Arnsburger Kauf.
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    So in den Vogteirechnungen des Universitätsarchivs Gießen.
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    UniA GI HS 457m – die Seite zu Buseck stammt von 1491; siehe Eckardt 1988 S. 21
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    UniA GI Allg Nr. 578
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    UniA GI Allg Nr. 624
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    1360, 10. Dec. Wir Karule ein prister, Conrad genand Swarze, Johann genant Grunewalt, Renhard Molnere, Conrad genant Leydebein raidlude und Obirlude gekorn zuschin den herren von Arnesburg und Metzen eliche frauwe etswan was Hartmans gen. Swarzen  zu besehene, ahtene und dar nach zu besegene wie vil beßerunge Metze vorg. odir alle ganerben, die dar zu gehorn mochten, haben uff der molen und habereide die darzu gehort, die Hartmanne Swarzen vorg. erm huswirtein deme dorf zu Buren gelegen zu lantsidel rechte von den vorg. geistlichin herren was geluhen, besagen uff unsirn eyt, wan die herren von Arnesburg Metzen und den ganerben, die darzu gehorint, xxxvi. punt heller gebint, das sye alle beßerunge vorg. vollekliche hant abegelegit, und Ich Metze vorg. bekennen, das Ich der vorg. Summe geldis von den herren von Arnesburg gutlich bin bezalit. – Zeugen: Gerlach von Wynden, Fritze Swarze, Conrad Wener der Jungiste, Herman Kauwerzin der albiste, Walter in deme monich hobe u. a. m.HStAD B 24 Nr. 1122, Regest: AUB Nr. 881
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    UniA GI Allg Nr. 624
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    HStAD B 15 Nr. 328
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    UniA GI Allg Nr. 186
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    UniA GI Allg Nr. 581
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    UniA GI Allg Nr. 609
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    Pfr. Röschen: Urkunden von Winnerod; MOHG 3/1883 S. 90f. Nr. 5
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    HStAD A 3 Nr. 71/1 – Druck mit aus dem Lateinischen übertragenen Text: Eckhardt 1977, Nr. 219 S. 162f
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